Diss & das

Ihr Lieben, die Buchform meiner Diss unter dem Titel »Comiczeichnen. Figurationen einer ästhetischen Praxis« kann jetzt beim wertigen Bachmann-Verlag bestellt werden. Und findet sich sicher auch bald in einer Unibib in eurer Nähe. Hier das Inhaltsverzeichnis und hier der Blurb:

Comiczeichnen ist eine kreative Praxis, in der hochspezialisierte körperlich-zeichnerische und intellektuell-kreative Fähigkeiten und Techniken zusammenspielen. Die Comicgeschichte hat immer wieder einzigartige Zeugnisse dieser Kulturtechnik hinterlassen: Skizzen, Studien, Skripte, getuschte Originalseiten und natürlich digitale Daten.
Wie aber sind diese Spuren der ästhetischen Produktion zu lesen? Und wie können kreative Praxisprozesse überhaupt beschrieben werden? Damit beschäftigt sich die Comicentwurfsforschung, deren Aufgaben und Herausforderungen im vorliegenden Band erstmals skizziert werden.
Darüber hinaus untersucht das Buch verschiedene Figurationen des Comiczeichnens, an denen sichtbar wird, welche metaphorischen, narrativen oder diagrammatischen Verfahren aufgesucht werden, um komplexe Praktiken wie das Comiczeichnen zu kommunizieren. Dabei werden Kreativitäts-, Handlungs- und Erkenntnistheorie zu einem neuartigen Blick auf Produktionsästhetik verbunden.
In Exkursen untersucht der Band außerdem die Ästhetik des Comicentwurfs aus einer phänomenologisch inspirierten Perspektive und erläutert die sozioökonomische Situation zeit-
genössischer Comicproduzenten. Die zahlreichen Abbildungen gestatten dabei einen Blick in die Werkstätten von namhaften Comiczeichnern wie Hergé, Chris Ware, Art Spiegelman oder Flix.

Broschur, 276 Seiten mit teils farbigen Abbildungen
ISBN 978-3-941030-67-1, € 36,00

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EXOT#19 ist erschienen

http://www.exot-magazin.de/wp-content/uploads/2011/07/Exot_19_Cover_052015_MF-658x1024.jpgLässig schlenzen die gechillten EXOT-Herausgeber coole Glossen, knusprige Kurzgeschichten und gleißende Gedichte in die leger illustrierte Sommerausgabe #19 (ISBN 978-3944035598). Mühelos reihen sich darin die Humorperlen aneinander wie diese rot-weißen Kügelchen an einer Bahntrennleine im 50-Meter-Becken.

Markus Liske würdigt das dichterische Spätwerk von Franz-Josef Wagner (BILD), Sylvia Veith schämt sich (zu Recht), Andreas Schumacher hat das Prosageröll des »Zauberbergs« in einen Gedichtdiamanten gepresst, Katrin Seddig erzählt von zentralen Frauenthemen (Vorsorge und Reinlichkeit), Anselm Neft würdigt den verstorbenen Hellmuth Karasek, und Ella Carina Werner trägt einen Bart aus Nacktschnecken.

Weitere sonnenverbrannte Bilder und Texte von Heiko Werning, Markus Strathaus, Christian Maintz, Marco Finkenstein, SAID, Johannes Witek u. v. a.

Bestellungen drüben auf exot-magazin.de

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Was die Post bringt

http://ecx.images-amazon.com/images/I/610vL0eYDTL._SX396_BO1,204,203,200_.jpgNämlich die zweite (und deutlich erweiterte) Auflage des Avengers-Lexikons (entsprechend mit neuer ISBN), das Stefan Mesch und ich übersetzten (wobei die Erweiterungen sämtlich aus Stefans Tastatur stammen).

Der Verlag schreibt dazu: Der ultimative Überblick über die berühmten Helden und Schurken des Avengers-Universums: Dieses unverzichtbare Lexikon versammelt alle Superhelden von Iron Man über Thor und Hulk bis hin zu ihren Erzfeinden wie Doctor Doom und Red Skull. Auf jeweils einer Seite werden in dieser ergänzten und aktualisierten Neuausgabe über 225 Charaktere mit einer Kurzbiografie und vielen Detailerklärungen vorgestellt. Eine Datenbank gibt Auskunft über wichtige Fakten wie Superkräfte, Größe, Gewicht, Verbündete, Feinde und vieles mehr. Mehr als 800 farbige Abbildungen rücken die Superhelden spektakulär in Szene. Comic-Fans werden begeistert sein!

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Neuerscheinung

image.phpGerade erschienen:
Sandro Zanetti (Hg.): Improvisation und Invention. Momente, Modelle, Medien.
568 Seiten, Gebunden
ISBN 978-3-03734-743-0
€ 34,95 / CHF 49,90

Wenn eine Kultur etwas als Erfindung akzeptiert, dann hat dieses Etwas bereits den Status einer Tatsache erhalten, die vorhanden ist und auf ihren Nutzen oder auf ihre Funktion hin befragt werden kann. Was aber geschieht davor? Wie gewinnt das Erfundene Wirklichkeit? Wie in der Kunst, wie im Theater, wie in der Literatur und Musik, wie in der Wissenschaft? Und mit welchen Folgen? Die Beiträge in diesem Band beschäftigen sich alle mit einem Moment oder einem bestimmten Modell der Invention. Ausgehend von den jeweils involvierten Medien wird der Versuch unternommen, diese Momente und Modelle zu rekonstruieren. Um etwas über die entsprechenden Inventionen in Erfahrung bringen zu können, werden diese als Ergebnisse oder Effekte von Improvisationsprozessen begriffen: Improvisationen in dem Sinne, dass von einem grundsätzlich offenen Zukunftsspielraum ausgegangen wird, gleichzeitig aber auch davon, dass es ein Umgebungs- und Verfahrenswissen gibt, das im Einzelfall beschrieben werden kann.

Darin auch ein Beitrag von Hrn. Lino Wirag: 1935. Grampy geht ein Licht auf. Die Glühbirne in Comic und Cartoon.

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Das liest man aber so mittelgern:

Da hat mich ein Amazon-Leserrezensent ganz schön abgewatscht (an einigen Stellen auch ad hominem); teilweise nicht zu Unrecht. Dass Amazon beispielsweise die Personen, von denen es Bioblurb hat (u.a. von mir) so über Gebühr plakatiert, ist albern, indezent und rückt (in diesem Fall) auch unsere Ewers-Ausgabe in ein falsches Licht.
Einige Sätze des Rezensenten möchte ich allerdings gerne kommentieren:

Kurz zum Inhalt: Ewers schreibt an und für sich (normalerweise) genial, komisch und immer tiefsinniger, als es erst scheint – allerdings, der Stil ist hier irgendwie merkwürdig flach und nicht der, den ich von ihm kenne; und was muss ich lesen,unter Anmerkungen des Herausgebers?!

Ob Ewers so viel literarischer Ruhm gebührt wie behauptet, will ich hier nicht kommentieren (obwohl ich seine Erzählungen gründlich gelesen habe, und einiges Sekundäres noch dazu). Was ich allerdings sicher sagen kann: Andreas und ich haben, als wir die Texte scannten, korrekturlasen und edierten, stilistisch nur sehr wenige Eingriffe gemacht. Und wenn, dann i.d.R. zum Besseren der Texte, so viel halte ich mir auf meine literarische (und auch sonstige) Ausbildung dann doch zum Guten.
Die »merkwürdige Flachheit«, die dem Rezensenten hier auffällt – sie ist, leider, Ewers selbst geschuldet (ein Blick in die Originale bringt es an den Tag).

Das ist wohl der Gipfel der Dreistigkeit, frech und anmaßend alte Texte zu verwässern und tauglich für den subjektiv in der Vorstellung der Herausgeber existierenden »heutigen Leser« zu machen.

Das ist verständlich. Und doch: Wir haben vor allem an Leser gedacht, denen sich eine Pointe wie »Der Mensch hatte … Sparröllchen an!« nicht mehr erschließt. Also vermutlich an die Mehrheit der lebenden Leserschaft (die Herausgeber übrigens eingeschlossen).

Und: mir erschienen, auch als ich dies noch nicht gelesen hatte, die Geschichten Ähnlichkeit mit schlechten Poe-Übersetzungen zu haben. Ohne die tatsächliche Raffinesse, ohne den typischen Duktus; doch nahm ich erst an, es wäre dies der normalen Veränderung des Stils geschuldet, die bei jedem Autor im Laufe seines Lebens zu finden wäre.

Diesen Satz verstehe ich nicht, da ich nicht weiß, was »die normalen Veränderungen des Stils« sein sollen, die jeder Autor erfährt (zumal nicht jeder Schriftsteller seinen Stil im Laufe seines Lebens erkennbar ändert). Außerdem hatten wir Ewers’ Texte aus verschiedenen Publikationen zusammengestellt, sodass sich darin verschiedene (Alters-)Stile finden lassen müssten.
Dass sich Ewers’ Texte wie Poe lesen, hat damit zu tun, dass Ewers versuchte, wie Poe zu schreiben.

Das Cover erinnert mich an Gruselheftchen, die man am Kiosk kaufen kann, John Sinclair lässt grüßen.

Das Cover-Gemälde der Ausgabe stammt von Antoine Joseph Wiertz, einem – nicht unendlich bekannten, aber keineswegs zweitrangigen – belgischen Maler des 19. Jahrhunderts.

Die Schriftart, besonders die Überschriften scheinen dem Horizont eines Laiendichters, der schnulzige Liebesgedichtchen im Eigenverlag veröffentlicht, entsprungen zu sein, so auch die gewählten Frauenillustrationen und anderen Details, die zwar einen Eindruck von der Wende von 19. auf 20. Jh. vermitteln, allerdings: extrem an den Zeitgeist angepasst.

Hm. Die verwendet Type ist eine Garamond, eine extrem verbreitete und vollkommen unverdächtige Seriftype. Die Überschriften sind in Art Gothic gesetzt, einer jugendstiligen Freefont. Die ist sicher Geschmackssache, aber in Abstimmung mit den Illus gewählt: Diese »zeitgeistigen« (Frauen-)Illustrationen stammen von Mucha, Morris und Klimt. Und vermitteln deshalb einen Eindruck von der Wende von 19. auf 20. Jh., weil sie damals entstanden. Ob sie das Beste sind, was man den Texten hätte beigeben können?
Vermutlich nicht, ich halte es allerdings für vertretbar, einen Jahrhundertwende-Autor mit Jahrhundertwende-Zeichnungen zu illustrieren.

Ewers jedoch war Phantast/Visionär, wenn auch durchaus erfolgreich, so macht das auf mich den Eindruck, als würde jemand in 100 Jahren Werke Foucaults in Bravo(die Zeitschrift für Jugendliche)-Optik veröffentlichen, weil es sie ja auch mal zeitgleich gegeben hat.

Focault und Bravo in einem Vergleich – Chapeau! Würde ich übrigens gerne sehen, den Band. »Sexualität und Wahrheit« zumindest.

So werde ich mich nach der originalen Version der Geschichten umsehen und eindeutig lieber noch einmal die kaufen.
Wer Ewers lesen will, besorge sich Alraune oder eben die Geschichten »in Originalfassung« (wie traurig, dass ich nicht davon ausgehen kann, sie beim Kauf zu bekommen; und damit meine ich nicht die Anpassung an die aktuelle Rechtschreibung).

Im Wesentlichen haben wir die Texte in die neue Rechtschreibung übertragen, an einigen Stellen leicht gekürzt und einige Kaiserreichs-Begriffe (die erwähnten »Sparröllchen« beispielsweise) durch Synonyme ersetzt.
Die Geschichten in Originalfassung sind übrigens gar nicht so leicht zu bekommen (habe selbst eine Ausgabe aus den 20ern angekauft, weil die Texte anders nicht gut habhaft und scannbar waren).
Ich hätte mich also (man hört es wohl heraus) gefreut, wenn der Rezensent sich nach den originalen Geschichten »umgesehen« hätte (oder es zumindest versucht), bevor er sich unsere, gar nicht so ewers-ferne, Ausgabe zur Brust nahm.
Dann hätte er, vermutlich zu seinem Schrecken, festgestellt, dass die Schwächen unserer Ausgabe zu einem Gutteil auf die Schwächen des Autors Ewers zurückgehen.

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EXOT #18: Update

Die Auslieferung von EXOT #18 verzögert sich (teils durch meine Schuld) noch ein wenig; Gbooks bietet aber schon ein paar hübsche Einblicke. Und auch bei Amazon kann man das schaue Stück zumindest vorbestellen. Ob’s wieder eine E-Book-Ausgabe geben wird, hängt davon ob, mit welchem Nachdruck die Beiträger (gerne auch potentielle Kaufinteressenten) das wünschen.

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Mal wieder Zweiter

Hatte vor zwei Jahren den Prototyp eines Kartenspiels gebaut, in dem man einen Dungeon Boss spielt und seine Höhle in guter Sidescroll-Manier durch Fallen und Monster erweitert, die jeweils bestimmte Eigenschaften/Punktwerte aufweisen. Bis irgendwann Helden kommen und versuchen, den Kartendungeon zu plündern (meines sind die unteren, gelblichen Karten).

Jetzt auf der SPIEL in Essen ein wunderschönes Kartenspiel entdeckt, in dem man einen Dungeon Boss spielt und seine Höhle in guter Sidescroll-Manier durch Fallen und Monster erweitert, die jeweils bestimmte Eigenschaften/Punktwerte. Bis irgendwann Helden kommen und versuchen, den Kartendungeon zu plündern (die schönen oberen Karten; mehr Infos).

Fuckety-ho.

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Kurze Denkpause

Status

Lino

Ihr Lieben, habe zum Sommer eine Festanstellung angenommen und nebenher auch noch ein wenig unterrichtet; deshalb ist hier nicht besonders viel geschehen. Sollte das auch die nächsten Wochen so sein, bitte ich um Entschuldigung.

Status

Lino

Wirag schickt heute Timmys (9) Hund für den »Postillon« auf Reisen. Und wieder sind viele Leute viel-viel böse.

Poetry Slam Pforzheim

1Am 6. Juni 2014 findet im Pforzheimer Kupferdächle unser jährlicher HIGHLANDER (»Es kann nur einen geben!«) für die deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften 2014 statt, bei dem unsere/e National-Teilnehmer/in erkoren wird. Bisher bekannte Teilnehmer/innen und mehr Infos findet ihr bei Datenkrake Facebook oder auf Myslam.de.

Es haben sich 13 (!) mutige Starter/innen angesagt:

– Thorsten Bruhn
– Gedeon Hesch (Kaiserslautern)
– Stefan Unser (Malsch)
– Mario Henn (Mannheim)
– Marvin Suckut (Konstanz)
– Lille Mor (Konstanz)
– Zoey Lindegger (Konstanz)
– Sylvie le Bonheur (Mannheim)
– Nik Salsflausen (Konstanz)
– Bö Ni (Pforzheim)
– Cornelia Jänicke (Pforzheim)
– Christoph Bayer (Pforzheim)
– Stephanie Bönisch (Pforzheim)

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