EXOT#19 ist erschienen

http://www.exot-magazin.de/wp-content/uploads/2011/07/Exot_19_Cover_052015_MF-658x1024.jpgLäs­sig schlen­zen die gechill­ten EXOT-Herausgeber coole Glos­sen, knusp­rige Kurz­ge­schich­ten und glei­ßende Gedichte in die leger illus­trierte Som­mer­aus­gabe #19 (ISBN 978-3944035598). Mühe­los rei­hen sich darin die Humor­per­len anein­an­der wie diese rot-weißen Kügel­chen an einer Bahn­trenn­leine im 50-Meter-Becken.

Mar­kus Liske wür­digt das dich­te­ri­sche Spät­werk von Franz-Josef Wag­ner (BILD), Syl­via Veith schämt sich (zu Recht), Andreas Schu­ma­cher hat das Pro­sa­ge­röll des »Zau­ber­bergs« in einen Gedicht­dia­man­ten gepresst, Kat­rin Sed­dig erzählt von zen­tra­len Frau­en­the­men (Vor­sorge und Rein­lich­keit), Anselm Neft wür­digt den ver­stor­be­nen Hell­muth Kara­sek, und Ella Carina Wer­ner trägt einen Bart aus Nackt­schne­cken.

Wei­tere son­nen­ver­brannte Bil­der und Texte von Heiko Werning, Mar­kus Strat­haus, Chris­tian Maintz, Marco Fin­ken­stein, SAID, Johan­nes Witek u. v. a.

Bestel­lun­gen drü­ben auf exot-magazin.de

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Was die Post bringt

http://ecx.images-amazon.com/images/I/610vL0eYDTL._SX396_BO1,204,203,200_.jpgNäm­lich die zweite (und deut­lich erwei­terte) Auf­lage des Avengers-Lexikons (ent­spre­chend mit neuer ISBN), das Ste­fan Mesch und ich über­setz­ten (wobei die Erwei­te­run­gen sämt­lich aus Ste­fans Tas­ta­tur stam­men).

Der Ver­lag schreibt dazu: Der ulti­ma­tive Über­blick über die berühm­ten Hel­den und Schur­ken des Avengers-Universums: Die­ses unver­zicht­bare Lexi­kon ver­sam­melt alle Super­hel­den von Iron Man über Thor und Hulk bis hin zu ihren Erz­fein­den wie Doc­tor Doom und Red Skull. Auf jeweils einer Seite wer­den in die­ser ergänz­ten und aktua­li­sier­ten Neu­aus­gabe über 225 Cha­rak­tere mit einer Kurz­bio­gra­fie und vie­len Detailer­klä­run­gen vor­ge­stellt. Eine Daten­bank gibt Aus­kunft über wich­tige Fak­ten wie Super­kräfte, Größe, Gewicht, Ver­bün­dete, Feinde und vie­les mehr. Mehr als 800 far­bige Abbil­dun­gen rücken die Super­hel­den spek­ta­ku­lär in Szene. Comic-Fans wer­den begeis­tert sein!

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Neuerscheinung

image.phpGerade erschie­nen:
San­dro Zanetti (Hg.): Impro­vi­sa­tion und Inven­tion. Momente, Modelle, Medien.
568 Sei­ten, Gebun­den
ISBN 978-3-03734-743-0
€ 34,95 / CHF 49,90

Wenn eine Kul­tur etwas als Erfin­dung akzep­tiert, dann hat die­ses Etwas bereits den Sta­tus einer Tat­sa­che erhal­ten, die vor­han­den ist und auf ihren Nut­zen oder auf ihre Funk­tion hin befragt wer­den kann. Was aber geschieht davor? Wie gewinnt das Erfun­dene Wirk­lich­keit? Wie in der Kunst, wie im Thea­ter, wie in der Lite­ra­tur und Musik, wie in der Wis­sen­schaft? Und mit wel­chen Fol­gen? Die Bei­träge in die­sem Band beschäf­ti­gen sich alle mit einem Moment oder einem bestimm­ten Modell der Inven­tion. Aus­ge­hend von den jeweils invol­vier­ten Medien wird der Ver­such unter­nom­men, diese Momente und Modelle zu rekon­stru­ie­ren. Um etwas über die ent­spre­chen­den Inven­tio­nen in Erfah­rung brin­gen zu kön­nen, wer­den diese als Ergeb­nisse oder Effekte von Impro­vi­sa­ti­ons­pro­zes­sen begrif­fen: Impro­vi­sa­tio­nen in dem Sinne, dass von einem grund­sätz­lich offe­nen Zukunfts­spiel­raum aus­ge­gan­gen wird, gleich­zei­tig aber auch davon, dass es ein Umgebungs- und Ver­fah­rens­wis­sen gibt, das im Ein­zel­fall beschrie­ben wer­den kann.

Darin auch ein Bei­trag von Hrn. Lino Wirag: 1935. Grampy geht ein Licht auf. Die Glüh­birne in Comic und Car­toon.

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Das liest man aber so mittelgern:

Da hat mich ein Amazon-Leserrezensent ganz schön abge­watscht (an eini­gen Stel­len auch ad homi­nem); teil­weise nicht zu Unrecht. Dass Ama­zon bei­spiels­weise die Per­so­nen, von denen es Bio­blurb hat (u.a. von mir) so über Gebühr pla­ka­tiert, ist albern, inde­zent und rückt (in die­sem Fall) auch unsere Ewers-Ausgabe in ein fal­sches Licht.
Einige Sätze des Rezen­sen­ten möchte ich aller­dings gerne kom­men­tie­ren:

Kurz zum Inhalt: Ewers schreibt an und für sich (nor­ma­ler­weise) genial, komisch und immer tief­sin­ni­ger, als es erst scheint – aller­dings, der Stil ist hier irgend­wie merk­wür­dig flach und nicht der, den ich von ihm kenne; und was muss ich lesen,unter Anmer­kun­gen des Her­aus­ge­bers?!

Ob Ewers so viel lite­ra­ri­scher Ruhm gebührt wie behaup­tet, will ich hier nicht kom­men­tie­ren (obwohl ich seine Erzäh­lun­gen gründ­lich gele­sen habe, und eini­ges Sekun­dä­res noch dazu). Was ich aller­dings sicher sagen kann: Andreas und ich haben, als wir die Texte scann­ten, kor­rek­tur­la­sen und edier­ten, sti­lis­tisch nur sehr wenige Ein­griffe gemacht. Und wenn, dann i.d.R. zum Bes­se­ren der Texte, so viel halte ich mir auf meine lite­ra­ri­sche (und auch sons­tige) Aus­bil­dung dann doch zum Guten.
Die »merk­wür­dige Flach­heit«, die dem Rezen­sen­ten hier auf­fällt – sie ist, lei­der, Ewers selbst geschul­det (ein Blick in die Ori­gi­nale bringt es an den Tag).

Das ist wohl der Gip­fel der Dreis­tig­keit, frech und anma­ßend alte Texte zu ver­wäs­sern und taug­lich für den sub­jek­tiv in der Vor­stel­lung der Her­aus­ge­ber exis­tie­ren­den »heu­ti­gen Leser« zu machen.

Das ist ver­ständ­lich. Und doch: Wir haben vor allem an Leser gedacht, denen sich eine Pointe wie »Der Mensch hatte … Spar­röll­chen an!« nicht mehr erschließt. Also ver­mut­lich an die Mehr­heit der leben­den Leser­schaft (die Her­aus­ge­ber übri­gens ein­ge­schlos­sen).

Und: mir erschie­nen, auch als ich dies noch nicht gele­sen hatte, die Geschich­ten Ähn­lich­keit mit schlech­ten Poe-Übersetzungen zu haben. Ohne die tat­säch­li­che Raf­fi­nesse, ohne den typi­schen Duk­tus; doch nahm ich erst an, es wäre dies der nor­ma­len Ver­än­de­rung des Stils geschul­det, die bei jedem Autor im Laufe sei­nes Lebens zu fin­den wäre.

Die­sen Satz ver­stehe ich nicht, da ich nicht weiß, was »die nor­ma­len Ver­än­de­run­gen des Stils« sein sol­len, die jeder Autor erfährt (zumal nicht jeder Schrift­stel­ler sei­nen Stil im Laufe sei­nes Lebens erkenn­bar ändert). Außer­dem hat­ten wir Ewers’ Texte aus ver­schie­de­nen Publi­ka­tio­nen zusam­men­ge­stellt, sodass sich darin ver­schie­dene (Alters-)Stile fin­den las­sen müss­ten.
Dass sich Ewers’ Texte wie Poe lesen, hat damit zu tun, dass Ewers ver­suchte, wie Poe zu schrei­ben.

Das Cover erin­nert mich an Gru­sel­heft­chen, die man am Kiosk kau­fen kann, John Sin­clair lässt grü­ßen.

Das Cover-Gemälde der Aus­gabe stammt von Antoine Joseph Wiertz, einem – nicht unend­lich bekann­ten, aber kei­nes­wegs zweit­ran­gi­gen – bel­gi­schen Maler des 19. Jahr­hun­derts.

Die Schrift­art, beson­ders die Über­schrif­ten schei­nen dem Hori­zont eines Lai­en­dich­ters, der schnul­zige Lie­bes­ge­dicht­chen im Eigen­ver­lag ver­öf­fent­licht, ent­sprun­gen zu sein, so auch die gewähl­ten Frau­e­n­il­lus­tra­tio­nen und ande­ren Details, die zwar einen Ein­druck von der Wende von 19. auf 20. Jh. ver­mit­teln, aller­dings: extrem an den Zeit­geist ange­passt.

Hm. Die ver­wen­det Type ist eine Gara­mond, eine extrem ver­brei­tete und voll­kom­men unver­däch­tige Serif­type. Die Über­schrif­ten sind in Art Gothic gesetzt, einer jugend­sti­li­gen Free­font. Die ist sicher Geschmacks­sa­che, aber in Abstim­mung mit den Illus gewählt: Diese »zeit­geis­ti­gen« (Frauen-)Illustrationen stam­men von Mucha, Mor­ris und Klimt. Und ver­mit­teln des­halb einen Ein­druck von der Wende von 19. auf 20. Jh., weil sie damals ent­stan­den. Ob sie das Beste sind, was man den Tex­ten hätte beige­ben kön­nen?
Ver­mut­lich nicht, ich halte es aller­dings für ver­tret­bar, einen Jahrhundertwende-Autor mit Jahrhundertwende-Zeichnungen zu illus­trie­ren.

Ewers jedoch war Phantast/Visionär, wenn auch durch­aus erfolg­reich, so macht das auf mich den Ein­druck, als würde jemand in 100 Jah­ren Werke Fou­caults in Bravo(die Zeit­schrift für Jugendliche)-Optik ver­öf­fent­li­chen, weil es sie ja auch mal zeit­gleich gege­ben hat.

Focault und Bravo in einem Ver­gleich – Cha­peau! Würde ich übri­gens gerne sehen, den Band. »Sexua­li­tät und Wahr­heit« zumin­dest.

So werde ich mich nach der ori­gi­na­len Ver­sion der Geschich­ten umse­hen und ein­deu­tig lie­ber noch ein­mal die kau­fen.
Wer Ewers lesen will, besorge sich Alraune oder eben die Geschich­ten »in Ori­gi­nal­fas­sung« (wie trau­rig, dass ich nicht davon aus­ge­hen kann, sie beim Kauf zu bekom­men; und damit meine ich nicht die Anpas­sung an die aktu­elle Recht­schrei­bung).

Im Wesent­li­chen haben wir die Texte in die neue Recht­schrei­bung über­tra­gen, an eini­gen Stel­len leicht gekürzt und einige Kaiserreichs-Begriffe (die erwähn­ten »Spar­röll­chen« bei­spiels­weise) durch Syn­onyme ersetzt.
Die Geschich­ten in Ori­gi­nal­fas­sung sind übri­gens gar nicht so leicht zu bekom­men (habe selbst eine Aus­gabe aus den 20ern ange­kauft, weil die Texte anders nicht gut hab­haft und scann­bar waren).
Ich hätte mich also (man hört es wohl her­aus) gefreut, wenn der Rezen­sent sich nach den ori­gi­na­len Geschich­ten »umge­se­hen« hätte (oder es zumin­dest ver­sucht), bevor er sich unsere, gar nicht so ewers-ferne, Aus­gabe zur Brust nahm.
Dann hätte er, ver­mut­lich zu sei­nem Schre­cken, fest­ge­stellt, dass die Schwä­chen unse­rer Aus­gabe zu einem Gut­teil auf die Schwä­chen des Autors Ewers zurück­ge­hen.

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EXOT #18: Update

Die Aus­lie­fe­rung von EXOT #18 ver­zö­gert sich (teils durch meine Schuld) noch ein wenig; Gbooks bie­tet aber schon ein paar hüb­sche Ein­bli­cke. Und auch bei Ama­zon kann man das schaue Stück zumin­dest vor­be­stel­len. Ob’s wie­der eine E-Book-Ausgabe geben wird, hängt davon ob, mit wel­chem Nach­druck die Bei­trä­ger (gerne auch poten­ti­elle Kauf­in­ter­es­sen­ten) das wün­schen.

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Mal wieder Zweiter

Hatte vor zwei Jah­ren den Pro­to­typ eines Kar­ten­spiels gebaut, in dem man einen Dun­geon Boss spielt und seine Höhle in guter Sidescroll-Manier durch Fal­len und Mons­ter erwei­tert, die jeweils bestimmte Eigenschaften/Punktwerte auf­wei­sen. Bis irgend­wann Hel­den kom­men und ver­su­chen, den Kar­ten­dun­geon zu plün­dern (mei­nes sind die unte­ren, gelb­li­chen Kar­ten).

Jetzt auf der SPIEL in Essen ein wun­der­schö­nes Kar­ten­spiel ent­deckt, in dem man einen Dun­geon Boss spielt und seine Höhle in guter Sidescroll-Manier durch Fal­len und Mons­ter erwei­tert, die jeweils bestimmte Eigenschaften/Punktwerte. Bis irgend­wann Hel­den kom­men und ver­su­chen, den Kar­ten­dun­geon zu plün­dern (die schö­nen obe­ren Kar­ten; mehr Infos).

Fuckety-ho.

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Kurze Denkpause

Status

Lino

Ihr Lie­ben, habe zum Som­mer eine Fest­an­stel­lung ange­nom­men und neben­her auch noch ein wenig unter­rich­tet; des­halb ist hier nicht beson­ders viel gesche­hen. Sollte das auch die nächs­ten Wochen so sein, bitte ich um Ent­schul­di­gung.

Status

Lino

Wirag schickt heute Tim­mys (9) Hund für den »Pos­til­lon« auf Rei­sen. Und wie­der sind viele Leute viel-viel böse.

Status

Lino

Bild in Originalgröße anzeigenHabe für die taz einen jun­gen schwar­zen Deutsch-Amerikaner inter­viewt, der sich dem hie­si­gen Ras­sis­mus auf ganz eigene Weise stellt.

Poetry Slam Pforzheim

1Am 6. Juni 2014 fin­det im Pforz­hei­mer Kup­fer­dächle unser jähr­li­cher HIGHLANDER (»Es kann nur einen geben!«) für die deutsch­spra­chi­gen Poe­try Slam Meis­ter­schaf­ten 2014 statt, bei dem unsere/e National-Teilnehmer/in erko­ren wird. Bis­her bekannte Teilnehmer/innen und mehr Infos fin­det ihr bei Daten­krake Face­book oder auf Myslam.de.

Es haben sich 13 (!) mutige Starter/innen ange­sagt:

– Thors­ten Bruhn
– Gedeon Hesch (Kai­sers­lau­tern)
– Ste­fan Unser (Malsch)
– Mario Henn (Mann­heim)
– Mar­vin Suckut (Kon­stanz)
– Lille Mor (Kon­stanz)
– Zoey Lin­deg­ger (Kon­stanz)
– Syl­vie le Bon­heur (Mann­heim)
– Nik Sals­flau­sen (Kon­stanz)
– Bö Ni (Pforz­heim)
– Cor­ne­lia Jäni­cke (Pforz­heim)
– Chris­toph Bayer (Pforz­heim)
– Ste­pha­nie Bönisch (Pforz­heim)

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