Linksbums:

Matthias Aichele von Random House sieht den E-Book-Markt (weiter) wachsen:

Die Verlage digitalisieren größtenteils ihre Titel-Kataloge, gerade in der Belletristik. Ein attraktives Inhalte-Angebot ist daher grundsätzlich vorhanden. Bei den Lesern hat sich mittlerweile ein Segment an digital-affinen Lesern herausgebildet, das Interesse und Zahlungsbereitschaften für solche Modelle mitbringt. Dieses Segment wächst und wird sich wie in der Musik oder bei Filmen einen gewissen Marktanteil sichern.

Der tolle Dave Eggers macht jetzt auch Comics (zumindest für den »Guardian«).

John Oliver (vormals bei der »Daily Show«) hat seine eigene Sendung (»Last Week Tonight«) bekommen. Die ich mir, nach dieser Besprechung, wirklich gerne angeschaut hätte (zumal sogar die FAZ berichtete) – wenn HBO die Sendung auch für deutsche Nutzer zur Verfügung stellen würde.

Hannes Hintermeier tritt der (zu Recht abgeschifften) Weltbild-Gruppe noch mal hinterher:

Von den Weltbild-Plus-Läden sagte man gern, sie seien der Aldi unter den Buchhandlungen. Carel Halff hat sich diesen Aufkleber gefallen lassen, weil er sich in der Rolle des provokanten Billigheimers gefiel. Aus heutiger Sicher weiß man, wie schief dieser Vergleich war. Solche Fehler wären bei Aldi nicht passiert.

China verbietet »Big Bang Theory«. Angeblich wegen »zu vieler Klicks«, wie die »taz« erst vollmundig behauptet, um dann, weiter unten, plötzlich sehr viel bescheidener zu vermelden:

Die staatliche Regulierungsbehörde äußerte sich bislang nicht. Über die wahren Gründe kann deshalb nur spekuliert werden.

»t3n« berichtet über spannende Co-Working-Fantasien in internationalen Gewässern, vergisst aber glücklicherweise nicht, gegen Ende noch einmal die eigentlich wichtigen Fragen zu stellen:

Wie genau eine derartige Siedlung organisiert sein soll, steht aber noch in den Sternen. Wie stellt man beispielsweise sicher, dass in der rechtsfreien Startup-Gesellschaft keine kriminelle Geschäfte angesiedelt werden? Und was passiert, wenn unter den Gleichgesinnten doch schwerwiegende Konflikte auftreten? Und: Ist es wirklich erstrebenswert, alles dem wirtschaftlichen Erfolg unterzuordnen?

Und ich bin so blöd, das hier erst mal für eine richtige Meldung gehalten zu haben.

Siva Vaidhyanatha übt sich in akademischer Selbstmystifikation; einen Drang, den ich als Gerade-nicht-mehr-Doktorand noch sehr gut nachvollziehen kann:

It’s been a couple of decades since any American faculty member could engage in the deep pursuit of knowledge untethered from the clock or calendar. But many of us still write for the guild and the guild only, satisfied that someday someone might find the work a valuable part of a body of knowledge. But if that never happens, so be it—it’s all part of the calling’s steep price of admission.

Wo sich die akademische Landschaft doch (zumindest in den USA) gerade (mal wieder) im Umbruch befindet:

A TED talk (the acronym stands for Technology, Entertainment, and Design) is one of the routes to academic stardom that didn’t exist a decade ago. Although TED plays an inordinate role in setting the tone for how ideas are conveyed … it’s just one of a number of platforms that are changing the ecology of academic celebrity. These include similar ideas-in-nuggets conclaves … along with huge online courses and—yes, still—blogs. These new, or at least newish, forms are upending traditional hierarchies of academic visibility and helping to change which ideas gain purchase in the public discourse.

Und zum Schluss: Die FAZ versucht Satire. Und macht sich, zumindest an einigen Stellen, gar nicht schlecht:

Ein Wahlkampfabend in der Provinz. Der Politiker Rainer Brüderle rutscht in einer Rotweinlache aus und landet auf dem Hinterkopf. Als er wieder zu sich kommt, hat er die Fähigkeit, die Gedanken von Frauen zu hören. Und sie denken alle das Gleiche: „Oh, dieser Herr Dr. Brüderle ist aber mal ein stattlicher Mann. Ich hoffe, der findet meinen Busen nicht zu klein.“