Kreatives Schreiben aus der Hildesheimer Schule

Im Duden-Verlag liegen seit kurzem drei Bücher zum Kreativen Schreiben (jeweils ca. 150 Seiten) aus der Hildesheimer Schule vor (geschrieben von Stephan Porombka, Christian Schärf und Hann-Josef Ortheil, der die Reihe zum Kreativen Schreiben auch herausgibt), ergänzt durch ein Notizbuch in der gleichen Aufmachung.

Erfreulicherweise stellt der Verlag auf seiner Homepage recht ausführliche (>50 Seiten) Leseproben zu allen drei Bänden („Schreiben unter Strom„, „Schreiben Tag für Tag“ und „Schreiben dicht am Leben„) zur Verfügung.

Besonders der zweite Band (von Christian Schärf) unternimmt eine aufregende literaturgeschichtliche Schreibtour von Kafkas wehleidigen Aufzeichnungen über das ‚anarchische Notizbuch‘ bis zur ‚persönlichen Liste‘. Schöne Weihnachtsgeschenke geben freilich alle vier Bände ab.

Wer übrigens Lust auf Prosa aus Schreibschul-Dozentensicht hat, wird sich vielleicht für John von Düffels neuen Roman „Goethe ruft an“ und Annette Pehnts neues, etwas verstecktes Buch „Hier kommt Michelle“ (zu dem man eigentlich nur die schöne FAZ-Kritik kennen muss) interessieren.