Poetry Slam in Buch & Film

Slam Poetry hat endgültig den Einstieg in den etablierten Buchmarkt geschafft: als Aussage ein performativer Selbstwiderspruch; und trotzdem eine erfreuliche, eine notwendige Mitteilung.
So erscheinen in diesem Jahr die Bücher »Männer-WG mit Trinkzwang« von Karsten Hohage, »Der Klügere gibt Nachhilfe« von Philipp Scharri und »On se left you see se Siegessäule« von Tilman Birr: Pfichtanschaffungen für jeden Freund hochwertigen Bühnenhumors. Ebenfalls vorbestellbar sind Christian Ritters genrereflexive Krimiparodie »Dichter schlachten« und das endgültige Buch zur Kleinkleinstaaterei: »Planet Luxemburg« des geschätzten Kollegen Kirps. Der rührige Lektora-Verlag stellt darüber hinaus ein eigenes Magazin mit Interviews und Hintergrundinformationen zur Verfügung.
Qualitativ ungeschlagen bleiben freilich die Produkte aus dem geschätzten Hause Voland & Quist, so beispielsweise Jaromirs Schwejkiade »Tatar mit Veilchen»; auch ein Blick in den Frühjahrskatalog ist sehr zu empfehlen.
Darüber hinaus erscheint mit »Dichter und Kämpfer« (s.u.) in Kürze der erste deutsche Langfilm über Poetry Slam; Premiere ist am 17. Februar auf der Berlinale.

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