pardon wird wieder gegeben:

Ab heute grüßt das "Pardon"-Teufelchen wieder am KioskRespekt, wieder-wieder-auferstandenes pardon!

So – und nur so – muss die endgültige Satire eines Magazins aussehen!
Eines Magazins, dessen erstes – und vermutlich einziges – Titelblatt neben den Namen toter Killerfedern wie Loriot und Böll mit solch erschütternden Humorentstellern wie Hellmuth Karasek und Bühnenkrankheiten wie Eckh. v. Hrhsn. aufwartet.
Und mit einem unübersehbar zentral platzierten Deppengenitiv (»Das Tagebuch von Gott«). »Das Tagebuch Gottes« nicht spritzig, witzig, frischer Wind etc. genug gewesen? Und vor allem: Welche Gedankenverbrechen und Humorgewebe erwarten uns erst im Inneren eures veritablen Witzblatts?
Nix sagen.
»Feinsinn, Unsinn, Hintersinn« (euer neues Motto), gell?
Im Moment schaut’s schwer nach Biedersinn, Altersschwachsinn und Uhrzeigersinn aus.

Kein pardon auf jeden Fall für:
Lino

Nachtrag: Vielsagend der (leider etwas hüftsteife) Zuruf von Norbert Thomma (tagesspiegel) samt dem zuoftgeschriebenen, aber ewigwahren: »Humorproduktion ist eine ernste Sache, und jeder Adressat hat seinen eigenen Geschmack.«

Nachtrag 2: Die 4 besten Witze aus der neuen pardon-Ausgabe:
1. »Die Ästhetik von Pardon haben wir bewusst clean und wertig gehalten“ (Die Artdirektorin).
2. »Ja, es war mir zu links und stand für den brachialen Geist der 68er« (Der neue Herausgeber über das alte pardon).
3. Der groß angekündigte Beitrag von Harald Schmidt.
4. Der nie erschien.