

EXOT #15
Der nächste EXOT – jene glamouröse Zeitschrift für erotische komische Literatur, die yours truly gestaltet und mitverwaltet – fährt in Kürze in die Druckerei. Der saturierte Satyr-Verlag hat auch schon eine voluminöse Verlagsvorschau gezaubert, die Wohl und Wahn der nächsten Ausgabe (Arbeitstitel “Sommerarschloch”) – und das sommerliche Titelwunder von Tim Gaedke – bestens abbildet, und die hier noch mal aufscheine (links).
Zu den Beiträgerinnen der kommenden Ausgabe gehören die Knaller-Autoren Björn Högsdal, Thomas Spitzer, Vanessa Stern, Uli Hannemann, Franziska Wilhelm, Stefan Wimmer, Joel Laszlo, Johanna Wack, Ron Winkler, Tilman Birr, Jan Fischer, Philipp Scharri, Johannes Witek, Roland von Oystern, Alex Dreppec, Uta Herdemerten, Fritz Eckenga, Francis Kirps, Anselm Neft, Volker Surmann, Andreas Schumacher, Ella Carina Werner oder yours truly; außerdem die Baller-Illustratoren, -Cartoonisten und -Comiczeichner Leo Riegel, SiGi Böttcher, Anna-Sophie Jürgens, Michael Rickelt, Ferdinand Scholz, Robin Vehrs, Lilli Bravo, Thomas Glatz, Dorthe Landschulz, Felix Bauer, Hannes Richert, Jürgen Marschal, Sebastian “Matrattel” Kurz, Corinna Chaumeny, Moritz Stetter oder yours truly. Einblicke ins Heft folgen, sobald die Redaktion Lust dazu hat.
Rückfutter, die zweite:
Und zwar aus den Händen der Pforzheimer Zeitung zart zum 10-jährigen Bestehen unseres dortigen Poetry Slams deftig. Man klicke zum Enlargieren. Und kaufe bitte auch des Siegers Daniel Wagners famoses Voll-Assi-Buch aus dem neugegründeten Verlagshaus Tinx. Wer übrigens des ursten Uhlands bashende Balladen noch mal nachlesen möchte, tue dies ausführlich unter diesem Linke.
1. Dead-or-Alive-Slam Pforzheim

Am Sa. 4. Mai 2013 sinkt die Nacht der Lebenden und der Toten über Pforzheim nieder: Dann heißt es nämlich nicht nur “10 Jahre Poetry Slam im Nordschwarzwald”, sondern auch “DEAD OR ALIVE”.
Wer also schon immer mal Wieland vs. Wagner, Schiller vs. Steinhagen und andere Unsäglichkeiten erleben wollte, sollte schon mal den Kalender leuchtmarkern (beispielsweise bei Facebook oder Myslam). Allen anderen bleibt die Kraft der Ignoranz.
Rückfutter (d.h. Feedback)
Wirag und Kollegen waren vier Tage auf Tourette (= Schrumpfform von Tournee) und konnten zumindest Hrn. Balzer von der Hildesheimer Zeitung überzeugen, es nur gut gemeint zu haben:
PS: Gegen Ende der ersten Spalte muss es natürlich “Schah-Demo” heißen. Dafür folgend noch mein neues Lieblingsbild der Herren Wirag, Strasser, Fischer y Maas (von außen nach außen). Bis in drei Jahren, ihr Pfeifen!

Kim
Aufgrund der angespannten politischen Lage an anderen Weltenden schien es an der Zeit, eine etwas ältere Erzählung (ca. 2008) samt Bildwitz noch einmal hervorzukramen:
Kim
An diesem Sonntagmorgen, es war gerade mal 17.30, saß ich verkatert im Eiscasal Mussolini, und war gerade damit beschäftigt, meinem Pinocchio-Becher das linke Auge auszustochern – als plötzlich ein bizarrer Zwerg das Café betrat, der sich einen mehrfach isolierten Doppelfensterrahmen vors Gesicht gebunden hatte.
Er war für einen Zwerg ungewöhnlich groß, 2,23 m nämlich, was aber nur an seinen Buffalo Boots aus geräucherter Yakvorhaut lag, und dem, was er auf dem Kopf trug: eine Tsunamiwelle oder ein Waschbär vielleicht. Aus denen bei genauerem Hinsehen jedoch eine Frisur entstand. Aus dem Doppelfensterrahmen wurde eine übergroße Brille. Und aus dem bizarren Zwerg in summa: Kim Jong-Il.
Der Großteil der Gäste ergriff sofort die Flucht, nur ich war immer noch so sehr damit beschäftigt, Pinocchio auf dem Teller vor mir eine Gesichts-OP zu verpassen, dass ich nicht rechtzeitig reagierte. Kim zog jetzt eine kleine Trillerpfeife aus der Brusttasche seines sozialismusgrauen Trainingsanzugs und prustete hinein, woraufhin der Kellner Benito, der das Spiel offensichtlich schon kannte, einen Kinderhochsitz an meinen Tisch schob und den Monstergnom mit einem Schwung hineinlüpfte. Mit dünnem Stimmchen bestellte Kim einen Fürst-Hitler-Eisbecher mit allem; plus einer Extraportion Atomschlagsahne und einem Schuss Agent Orange. Dann lächelte er traurig und beschlitzäugte mich durch die Klobrillen-Gläser seiner Sehhilfe. Offensichtlich wollte er ein Gespräch anknüpfen. Ich beschloss, nicht nur den verbalen First Strike zu wagen, sondern gleich richtig zur Sache zu kommen. Continue reading
Comicessayheftlzeitungsblogkritik
The honourable Andreas Platthaus schreibt in seinem FAZ-Comicblog über die (dito honorige) bachmannsche Kleinschriftenreihe und damit auch über das unten schon – qua McCloud – berührte Essayheftl. Hochsympathisch.
Text, Drugs undsoweiter
Frohlocket! Wir lesen in Bälde mal wieder gemeinsam und uns gegenseitig die Leviten. Aber nur im Norden.
Und nur an den folgenden Tagen:
Mi. 17. April 2013: Hamburg. Kulturloft Einklang (Lindenstraße 21). 19.30 Uhr. 7,-/5,- €. Mehr Infos hier.
Do. 18. April 2013: Hildesheim: Kulturfabrik (Loretta). 20.30 Uhr (Einlass: 20.00 Uhr), 5,-/3,- €. Mehr Infos hier
Fr. 19. April 2013: Hannover. Atelier KrAss UnARTig (Weidendamm 30). ca. 20.00 Uhr. Eintritt vermutlich frei.
Mehr Infos türlich auch unter www.textdrugs.de
Lieblingsfoto

Dieses erfreuliche Lichtbild aus Händen und Kamera von Christian Bachmann zeigt den Godfather of Comictheorie, Scott McCloud, wie er in Berlin nicht nur sein “Understanding Comics” signiert, sondern seinen rechten Unterarm auf drei Hefte der bachmannschen Kleinschriftenreihe Comiqheft stützt – dabei just auf einen Winzessay von yours truly. Der sich darob seinerseits berührt fühlt.


